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Schulweihnachtsfeier 2010

Am letzten Schultag des Jahres 2010 veranstalteten die Kinder aller Klassen mit dem Kollegium der Schule eine gemeinsame Weihnachtsfeier in der Turnhalle der Athanasius-Kircher-Schule. Die Bilder können nur ausschnittsweise die tollen Momente wiedergeben, die wir in einer knappen Stunde erlebt haben...

 

Lange vor Weihnachten beschäftigt uns die Frage, ob und wie sich Inhalte dieses christlichen Kulturgutes als Kulturen verbindendes Miteinander entdecken lassen und für unsere moslemisch/ christlich durchmischte Schulgemeinschaft gestalten und feiern lassen können.

Welche Visionen haben Menschen bewegt, eine solche Geburtstagsgeschichte zu erzählen? Eine Geschichte, die von Eltern auf ihrem unfreiwilligen, beschwerlich weiten Weg an einen fremden Ort handelt und die die Mitte der Nacht in einem Stall wählt, um die Geburt eines kleinen Kindes genau hier zu schildern, wo es dunkler und ärmer kaum sein könnte? Mit der Ankunft des neuen Kindes, so hören wir, wandelt sich  Dunkelheit in Licht, berührt das schutzlose kleine Leben Menschenherzen, Tiere, Sterne, - Himmel und Erde…..damals wie heute.

„Es werde, es werde hell auf der Erde“, heißt es in einem Lied, das von der Hoffnung auf Veränderung und Wandel zum Guten, zum Lebenswerten spricht. Dieses Lied wählen wir als Leitgedanken für unser gemeinsames Feiern aus und gestalten klassenweise singend, spielend, malend…welche Inhalte und Erfahrungen für hoffnungsvollen Wandel sich für uns aus Kindersicht damit verbinden. Auf diese Weise entwickelt jede Klasse den Inhalt der Feier selber mit.

So lange es Menschen gibt, gibt es die Hoffnung auf Leben, das gelingt. Menschen glauben, Gott denkt sich die Welt mit Licht für alle. Mit Licht für jedes Land, mit Licht für jedes Volk, mit Licht für jeden Menschen und mit Licht auch für das allerkleinste Kind. Diese Vision stützt sich auf sehr alte Worte der Bücher unserer Bibel: „ Das Volk, das im Finstern wandelt sieht ein helles Licht und über denen, die da wohnen im finstern Lande scheint es hell.“ Jesaja in Kapitel 9

Menschen sagen, zu glauben, dass nichts auf der Welt bleiben muss, wie es ist, hat seine Kraft aus Gott. Ein solcher Blick auf das Leben verbindet uns miteinander über die Unterschiede unserer Religionszugehörigkeit hinweg.

Berührend nah wird die Dimension solcher Lebenshoffnung, als wir klassenweise Lichtstrahlen aus gelbem Papier um die große brennende Kerze unserer gestalteten Mitte auf dem Boden der Turnhalle legen und unser Feiern einbinden in die Lebenskraft der Wünsche für alle Herkunftsländer der Kinder. Wir haben die Ländernamen zuvor in den Klassen auf die Lichtstreifen aufgeschrieben und auf der Weltkarte gesucht. Es werden je Klasse zwischen sechs und zwölf verschiedene Nationen genannt, die unsere bunte Schulwirklichkeit widerspiegeln, in der Kinder aus 34 verschiedenen Herkunftsländern zusammenleben und zusammenlernen..

Bei dem abschließenden Singspiel zur Herbergssuche von Maria und Josef, dem Kind im Stall und den vom Licht geweckten Hirten bei den Schafen, verstehen auch wir Erwachsenen die Dimension und Aktualität dieser Erzählung noch einmal ganz neu - mitten unter diesen uns anvertrauten 200 Kindern aus aller Welt, wenn wir mit ihnen singen:

Es werde, es werde hell auf der Erde.

 



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